PROJEKTE UND AKTIVITÄTEN

EIGENE PROJEKTE:

Initiative Satelliten Navigation Berchtesgadener Land

Seit 2005 besteht die Initiative Satelliten Navi­gation Berchtesgadener Land aus kleinen und mittelständischen regionalen Unter­nehmern und Institutionen im Bereich der Entwick­lung und Anwendung von Navi­gations­lösungen. Die Wirtschafts-förderungsgesellschaft Berchtesgadener Land initiierte die Gründung und fungiert als Projekt­koordinator und Motor der Initiative. Ziel ist es, Firmen und Projektpartner aus ganz Europa zu finden, zu vernetzen und diesen das enorme Entwicklungs- und Wirtschafts­potential kommender Satelliten­navigations­anwend­ungen aufzuzeigen.

Die EU rechnet mit über 140.000 Arbeits­plätzen und mit einem kumulierten volks­wirt­schaftlichen Nutzen von rund 74 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020, wie von Dr. Thomas Birner beim Wirtschaftstag der bayerischen Genossenschaftsbanken berichtet wurde.

Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Projekt Galileo, dem europäischen Zukunftsprojekt in der Satellitennavigation, das mit Hilfe einer neuen Signalstruktur (unabhängig vom GPS) eine genaue Positionsbestimmung gewähr­leistet.


Initiative Satelliten Navigation Berchtesgadener Land

Seit 2007 können Geräte und Anwendungen im Galileo Test- und Entwicklungsgebiet GATE unter realistischen Bedingungen getestet werden. Mit einer Größe von ca. 65 km2 liegt die Testregion GATE in Berchtesgaden in der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein und dient als Testplattform für die Zukunft der Satellitennavigation. Aktuell umfasst die Initiative Satelliten Navigation Berchtesgadener Land mehr als 20 Unter­nehmen.

Im Mittelpunkt der Initiative steht das gemeinsame Vorgehen der Kooperations­partner mit ihren Chancen im Bereich der Entwicklung und Anwendung von Satelliten­navigation.

 

Was bietet die Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land?
Die Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land nimmt an überregionalen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben teil. Mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land als Schnittstelle bietet die Initiative eine Serviceplattform, die seit 2007 auch ein virtuelles Gesicht hat. Unter http://www.satnav-bgl.eu finden Interes­sier­te weitere Informationen sowie Ansprech­partner zu Galileo in englischer und deut­scher Sprache.

In Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Galileo – Test und Entwicklungsumgebung GATE, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR), werden ergänzende Services für Übernachtungen, Anreise, Frei­zeit- und Tourismus­arrangements, Büro und EDV-Dienst­leistungen aus der Region ange­boten und vom DLR koordiniert. Für einheim­ische Firmen wurden durch die Wirtschafts­förderungsgesellschaft Berchtesgadener Land erheblich gesenkte Mietkosten für die Nutzung des GATEs ausgehandelt.

Außerdem setzt die WFG BGL einen Schwerpunkt auf die gemeinsame Vermarkt­ung auf Messen und SatNav-Veranstaltungen und betont die starke Anwenderfokussierung.

gefödert von der europäischen Union

 

Einzelwagenladungsverkehr

Anfang letzten Jahres wurde das Projekt InnoVersys (Innovative Verkehrssysteme für die Wirtschaft in der EuRegio) erfolgreich abgeschlossen. Eine Feststellung des analytischen Teils des Projekts ist die Erkenntnis, dass das Angebot des Eisenbahnverkehrsunternehmens DB-Schenker-Rail nicht immer mit den tatsächlichen Anforderungen an den Güterverkehrsmarkt und den logistischen Strukturen übereinstimmt. Ebenso fehlen alternative Angebote von Wettbewerbern im Schienengüterverkehr. Die Folge ist, dass Anschlussgleisanlagen von wenigen Ausnahmen abgesehen immer weniger genutzt werden. Die vorhandene Infrastruktur droht bedeutungslos zu werden.
Die Basisüberlegung des Umsetzungsprojektes Einzelwagenbündelung ist, regionale Anschlussbahnbetreiber mit ihren individuellen Anforderungsprofilen und den schienenaffinen Mengen zu bündeln und von Konzentrationspunkten Zielgebiete möglichst mit Ganzzügen zu verbinden. Nun ist bekannt, dass das System Schiene im Nahbereich hohe Kosten verursacht und deshalb im Wettbewerb im Wettbewerb zum Straßengüterverkehr oft nicht bestehen kann. Dem kann begegnet werden, wenn regionale und effiziente Leistungseinheiten geschaffen werden, die nach dem Prinzip „Holen-Bringen-Holen-Bringen“ nach individuellen Anforderungen Gleisanschließer und Anschlussbahnbetreiber bedient werden.

 

Fort- bzw. Weiterbildungsangebote -Vortragsreihe „Mit Wissen zum Erfolg“

Mit der Vortragsreihe „Mit Wissen zum Erfolg!“ hat die Wirtschaftsförderungs­gesellschaft Berch­tesgadener Land für ihre Unternehmer im Landkreis von 2006-2008 ein interessantes Fortbildungs­angebot zusammengestellt. Kleinen und mittelständischen Betrieben sowie auch Existenzgründern werden in Vorträgen, Semi­naren und Workshops praxisnahe und umsetzbare Informationen zur erfolgreichen Führung des eigenen Unternehmens ver­mittelt.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berch­tes­gadener Land konnte sich jedes Jahr über gute Teilnehmerzahlen freuen. Viele Vorschläge der Unternehmer selbst flossen in das Fortbildungsangebot ein.

Die jeweiligen Veranstaltungen fanden in regelmäßigen Abständen an unterschied­lichen Orten im ganzen Landkreis statt.
Beispielsweise wurden 2007 folgende Vorträge von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berch­tes­gadener Land organisiert:

  • Mit Zuckerbrot und Peitsche - die richtige Mitarbeiterführung
  • Sind Unternehmensrisiken heute noch beherrschbar?
  • Vorsorgen ist besser als Nachweinen! Risikoprävention/ Risikomanagement,
  • Das „öffentliche“ Unternehmen - elektronischer Eintrag im Handelsregister, für Sie in Zukunft kein Problem!
  • Schluss mit lustig! Endlich eine klare Linie zum Unternehmenserfolg – Ihre Jahreszielplanung 
  • Was ändert sich durch die Unternehmens­steuerreform 2008? Wie müssen Sie handeln!
  • Datenklau leicht gemacht? - Der fahrlässige Umgang mit moderner EDV im Unternehmen

„Datenklau leicht gemacht? - Der fahrlässige Umgang mit moderner EDV im Unternehmen“
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land organisierte im November 2007 den Vortrag „Datenklau leicht gemacht? - Der fahrlässige Umgang mit moderner EDV im Unternehmen“.  Eingeladener Referent war Robert Wenk von der sirconic-group, der über Gefahren für Unternehmer bei der Nutzung von PCs informierte und Tipps zum Daten­schutz in der EDV gab.

Schwerpunkte des Vortrags lagen auf dem Datenverlust und dem Missbrauch des Rech­ner­systems beziehungsweise der darauf be­find­lichen Daten aufgrund von Hackern, Schad­­programmen oder Bedienungsfehlern. Des Weiteren legte Herr Wenk im Zuge seines Vortrags die Funktionsweise von Viren, Wür­mern und Trojanern dar. Als besonders ge­fährlich stufte er Trojaner ein, da diese in der Lage sind, Virenscanner und Firewall aktiv zu beeinflussen, dem Nutzer aber vorspielen, die­se Schutzfunktionen wären aktiv.

Nach weiteren Ausführungen über den Daten­missbrauch am PC ging er auf die zahlreichen Möglichkeiten ein, sich vor der­artigen Angrif­fen zu schützen.

Mit Zuckerbrot und Peitsche – bin ich ein guter Chef?
Ein Vortrag zum Thema erfolg­reiche Mit­arbeiterf­ührung, der nicht nur auf­grund sei­nes attraktiven Namens ein großer Erfolg war.
Dirk Thom, Geschäftsführer und Inhaber der THR GmbH, Experte für Strategie, Controlling, Finanzierung und Unter­nehmensführung re­ferierte über die Basis eines funktionie­renden, gesunden und aufwärts stre­benden Unter­nehmens, nämlich die Mit­arbeiter. Er veran­schau­lichte, dass es nur mit hoch motivierten und zufriedenen Mit­arbeitern möglich ist, Unternehmensziele zu erreichen.
Er gab auch Anregungen, Um­setzungs- und Lösungs­möglichkeiten aus der Sicht des Prak­tikers und selbständigen Bera­ters. Der ab­schließende Diskussionsteil gab dem Pu­blikum die Gelegenheit auf ihre indi­viduellen Situationen einzugehen.

„Sind Unternehmensrisiken heute noch beherrschbar?“

Mit Wissen zum Erfolg

Zum Thema „Sind Unternehmensrisiken heute noch beherrschbar?“ gab John Thompson, Geschäftsführer, Information Professionals GmbH, Freilassing, Anfang Mai wertvolle Tipps. Thompson brachte den Unternehmern wichtige Risiko-Komplexe gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen nahe, wie interne Kriminalität, Gefahren der Globa­lisierung oder Wirtschaftsspionage. Er erläu­terte die damit einhergehende Notwen­digkeit eines integralen Risikoansatzes, inklusive Frühwarnung und Gefährdungs­management und zeigte praktische Lösungs­beispiele. Im anschließenden Diskussionsteil erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit indivi­duelle Situationen zu besprechen.

© Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land

 

Qualitätsoffensive Berchtesgadener Land

Jeder Leistungsträger in einem Tourismus- und Einkaufsort profitiert von der Qualität der übrigen Leistungsträger oder er wird von der man­geln­den Qualität der Partner beein­trächtigt. Die synergetischen Wechselwirk­ungen sind im Zuge der „Service-Kette“ sehr groß.

Um Qualitätssteigerungen insbesondere im Dienstleistungsbereich von Tourismus, Handel und Service voranzutreiben, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mit Unterstützung der BGLT GmbH, der IHK für München und Oberbayern und fast allen Kommunen des Landkreises Berch­tesgadener Land die „Qualitäts­offensive“ für das Berchtesgadener Land ins Leben ge­rufen.

Das Projekt ist branchenübergreifend und beinhaltet die gesamte Servicekette, von der Anfrage bis zur Abreise des Gastes. Jede Stei­gerung der Dienstleistungsqualität kommt so­mit jedem Betrieb zugute. Durch ein spezielles Punktesystem gibt die Qualitäts­­offensive Berchtesgadener Land An­reiz und Motivation, ihre Service-Qualität zu steigern.

Unser Versprechen „Alles andere als flach“ mit „Qualität auf allen Ebenen“
Im Prozess der Qualitätsoffensive haben wir zusammen mit unseren Partnern und der Agen­­tur Kohl & Partner ein Konzept erar­beitet, wie das Ziel „Mehr Qualität im Dienst­leistungsbereich im Berchtes­gadener Land“ erreicht werden soll.


Qualität auf allen Ebenen

Der Slogan des Berchtesgadener Landes „Alles andere als flach“ wurde mit dem Prädikat „Qualität auf allen Ebenen“ im goldenen Qualitätssiegel ergänzt. Im Vorfeld wurden bereits Mystery-Checks durchgeführt, bei denen öffentliche Servicestellen, Handels­betriebe und Beherbergungs- und Gastro­nomie­­betriebe auf ihre Qualität überprüft wurden. So wurde ein Ist-Zustand ermittelt und das Potential für Verbesserungs­möglichkeiten deutlich gemacht.

 

Qualitätspass

In einem Qualitätspass werden Punkte gesammelt, um das „Goldene Qualitäts­siegel - Qualität auf allen Ebenen“ zu erreichen. Punkte werden für die Teilnahme an Vorträgen und Seminaren vergeben so­wie für entsprechende Qualifikationen. Das aktuelle Vortragsprogramm und weitere Infor­mationen sind für Interessierte stets unter www.qualitaetsoffensive-bgl.de oder www.wfg-bgl.info zu finden. Der Multipli­kationsfaktor hängt von der Größe des Betrie­bes (der Anzahl der Mitarbeiter bzw. Betten­anzahl) ab. Je kleiner das Unternehmen, desto größer der Multiplikationsfaktor. Große, mittlere, wie kleine Unternehmen werden so gleich­berechtigt behandelt und können mit denselben Anforderungen ihr Qualitäts­siegel erreichen.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land ist in diesem Projekt Schnittstelle und Projektkoordinator. Unsere Auf­gabe ist es, die Unternehmen und Betriebe weiter zu sensibilisieren und zu motivieren.



Standortmarketing - Region 18

Standortmarketing – Region 18:
Wirtschaftlicher Erfolg eines Landkreises im globalen Wettbewerb kann nur in der Einbettung in die Region stattfinden. Unsere Region im Sinne der Planungsregion 18 liegt strategisch günstig südlich von München in der Nachbarschaft zu Salzburg mit guten infrastrukturellen Voraussetzungen als Tor zu Südosteuropa.

Um diese Region weiter zu entwickeln, haben Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Institutionen zusammen mit engagierten Bürgern ein Entwicklungs­gutachten für die Region 18 angestoßen. Im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung wurden folgende Schwerpunktthemen bearbeitet: Finanzierung und Förderung, Weiterbildung und Fachkräftemangel, Infrastruktur, gemeinsame Standort­vermarktung und Ausbau der Aktivitäten in Richtung von zukunftsorientierten Branchen. Mit vielen Anregungen der Teilnehmer wurde so eine Grundlage erarbeitet, auf deren Basis die weiteren Ansätze für die künftige Entwicklung unserer Region aufgebaut werden.

Die Region Südostoberbayern in Kürze


Region Südostbayern

Die Planungsregion Südostoberbayern liegt im äußersten Südosten Deutschlands und Bayerns zwischen München und Salzburg und grenzt an die österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und Tirol und ist eine von 18 Planungsregionen in Bayern:

© Regionaler Planungsverband Südostoberbayern

 


Region Südostbayern  

© Regionaler Planungsverband Südostoberbayern

 

  1. Bayerischer Untermain
  2. Würzburg
  3. Main-Röhn
  4. Oberfranken-West
  5. Oberfranken-Ost
  6. Oberpfalz-Nord
  7. Industrieregion Mittelfranken
  8. Westmittelfranken
  9. Augsburg
  10. Ingolstadt
  11. Regensburg
  12. Donau-Wald
  13. Landshut
  14. München
  15. Donau-Iller
  16. Allgäu
  17. Oberland
  18. Südostoberbayern

- Spezielles Angebot für Unternehmer:

Stromeinkaufsring

Seit 2004 existiert nun schon der Strom­ein­kaufs­ring, der einheimischen Unterneh­men den gemeinsamen Einkauf von Strom und eine Senkung der Energiekosten ermöglicht. Dieses Projekt wird erfolgreich von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land und der Energie Consulting GmbH geführt.


Mittlerweile beziehen 14 Unternehmer, mit ein­em Jahresbedarf von circa zehn Millionen kWh, gemeinsam Strom, um so deutlich günstigere Stromeinkaufspreise zu erhalten. Die Teilnehmer sind unter anderem in Berch­tes­gaden, Traunstein, Piding, Freilassing und Schönau ansässig. Insgesamt zwölf Anbieter aus Österreich, Frankreich, Belgien, Deutsch­land, den Niederlanden und der Schweiz hat der Stromeinkaufsring für seine europäische Ausschreibung im Visier, da durch einen Zusammenschluss eine wesent­lich bessere Ausgangsposition gegenüber den Anbietern erzielt werden kann.


Die Einkaufskosten für Energie sind ein ernst­zunehmender Wettbewerbsfaktor ge­wor­den. Schon in den vergangenen Jahren konnte durch den Stromeinkaufsring die steigende Preisentwicklung am Strommarkt deutlich gebremst werden. Erfahrungsgemäß ermög­licht der Stromeinkaufsring Vertrags­abschlüs­se mit Preisen, welche circa fünf bis zehn Prozent unterhalb normaler Preiskondit­ionen an­gesiedelt sind.

Das Unternehmensnetzwerk des Stromeinkaufsrings ist offen und weitere Interessierte sind willkommen. Unternehmen, die das Kostensenkungspotential durch einen gemeinsamen Stromeinkauf realisieren möchten, können sich jederzeit an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land wenden.