Der Wirtschaftsstandort Berchtesgadener Land

Leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist der südöstlichste Landkreis Deutschlands und Bayerns in unmittelbarer Nachbarschaft zu Salzburg. Auf einer Fläche von 840 Quadratkilometern mit drei Städten und zwölf Gemeinden haben insgesamt 102.383 Einwohner von Laufen bis zum Königssee das Glück, dort zu leben und zu arbeiten, wo andere Menschen Urlaub machen. Beiderseits der deutsch-österreichischen Grenze, die immer unsichtbarer wird, erstreckt sich ein herrliches Land mit dem Weltkulturerbe der Stadt Salzburg im Zentrum.

In diesem Landkreis treffen landschaftliche Schönheit, Seen, Berge, alte Städte, Kultur, Tourismus und Hightech aufeinander. Dies zusammen ergibt einen leistungsstarken Branchenmix aus größeren, mittleren und kleineren Betrieben. Das Berchtesgadener Land und das gesamte Gebiet der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land – Traunstein liegt seit der Osterweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 im „Herzen Europas“. Dieser Wirtschaftsraum mit dem Oberzentrum Salzburg hat damit eine wirtschaftsgeographisch herausragende Position.

Es ist nicht nur die landschaftliche Attraktivität der Region mit ihrem hohen Freizeit- und Erholungswert und dem großen Anteil im Tourismus und Gastgewerbe zu erwähnen. Besonders muss dabei auch die ausgewogene Struktur und die hohe Leistungsfähigkeit der Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Handwerk, Handel, Industrie und Landwirtschaft im Landkreis hervorgehoben werden. Diese Betriebe bieten eine hohe Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen an, die auch international konkurrenzfähig sind. So finden sich viele sogenannte „Hidden Champions“, Unternehmen die in Ihrer Branche Markt- oder Innovationsführer sind.
So ist die Wirtschaftsstruktur des Landkreises einerseits zwar stark vom Tourismus und Kurbetrieb geprägt. Andererseits bilden aber das verarbeitende Gewerbe und mittelständische Handwerksbetriebe eine wichtige ökonomische Säule. Im Bereich der produzierenden Betriebe sind besonders die zahlreichen Feinmechanik-Firmen im Bereich um Berchtesgaden und Bischofswiesen zu nennen. So sind diese Unternehmen heute hoch spezialisiert und beschäftigen insgesamt über 700 Mitarbeiter im südlichen Teil des Landkreises. Einen weiteren Industrieschwerpunkt stellen darüber hinaus die Gemeinden Ainring und Saaldorf-Surheim sowie die Stadt Freilassing dar. In diesen Bereichen liegt die Kompetenz vor allem auf dem Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Metall verarbeitenden Industrie und der Automobilzulieferung.

Für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Berchtesgadener Land ist ebenfalls eine gute Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in den Firmen notwendig. Dies lässt sich nur durch einen funktionierenden Technologietransfer sowie eine gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen erreichen. Der Hochschulstandort Salzburg nimmt dabei eine zentrale Stellung ein.

Somit kann die Region mit allen positiven „harten und weichen“ Standortfaktoren aufwarten, die einen attraktiven Wirtschaftsraum ausmachen. Dies reicht von einer sehr guten Verkehrsinfrastruktur mit Autobahnen, Fernstraßen, Schienenverbindungen und dem Flughafen Salzburg bis hin zu interessanten Gewerbeflächen sowie guten Möglichkeiten der Akquisition von Fach- und Führungskräften. Service- und kundenorientierte Gemeindeverwaltungen und Behörden sowie rasche und unbürokratische Genehmigungsverfahren runden das Bild ab. Unternehmen und Investoren kann dabei eine Wirtschaftsregion zur Ansiedlung angeboten werden, die ein hohes technologisches Wissen und eine zentrale logistische Lage für die Eroberung der Märkte im gesamten Europa vorweist. Somit bietet der Landkreis Berchtesgadener Land die besten Grundlagen für einen herausragenden Wirtschaftsstandort im Herzen Europas. Das Wirtschaftsleitbild des Landkreises Berchtesgadener Land trägt dieser Vielfalt Rechnung und zeigt die Stärken und weiteren Entwicklungsschritte auf.

Weitere Informationen zum Wirtschaftsstandort Berchtesgadener Land und der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein finden Sie hier in der Online-Version des Buches "Wirtschaftsstandort Europa-Region Salzburg".

Der Landkreis
Die Fläche
Die Einwohner
Die Wirtschaftsstruktur
Die Erwerbstätigkeit
Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
Die Pendlerbewegungen
Die Arbeitslosigkeit
Die Kaufkraft
Das verfügbare Einkommen
Die Verkehrsinfrastruktur
Die 3 Städte, 3 Märkte und 9 Gemeinden des Landkreises
Die Gewerbeflächen


Der Landkreis

Der Landkreis Berchtesgadener Land ist der südöstlichste Landkreis Deutschlands und Bayerns. Er erstreckt sich mit insgesamt 15 Gemeinden von Laufen bis zum Königssee. Keilförmig ragt er nach Österreich hinein. Als direkte Nachbarstadt von Freilassing befindet sich das österreichische Oberzentrum dieser Europa-Region: die Stadt Salzburg mit ihren etwa 150.000 Einwohnern. Im Osten, Süden und Südwesten ist die Landkreisgrenze zugleich Staatsgrenze. Dort grenzt der Kreis unmittelbar an das österreichische Bundesland Salzburg. Westlicher und nordwestlicher Nachbar ist der Landkreis Traunstein.

Der Kreis gliedert sich in drei geographische Regionen: Die voralpine um Laufen und Freilassing, die alpine um Bad Reichenhall und die hochalpine um Berchtesgaden. Höchster Punkt: 2713 m (Watzmann-Mittelspitze), tiefster Punkt: 383 m (Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen).
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)
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Die Fläche
Bei einer Gesamtfläche von 840 qkm nimmt der Landkreis Berchtesgadener Land unter den 71 bayerischen Landkreisen die 43. Stelle ein; unter den 20 oberbayerischen Landkreisen steht er an 9. Stelle. Er gehört damit in Bayern zu den mittelgroßen Landkreisen.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)
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Die Einwohner
In dieser Region leben heute ca. 102.383 Einwohner (Stand: 31.12.2007), davon etwa 52% weiblich. Die Siedlungsschwerpunkte sind die Kreisstadt Bad Reichenhall (ca. 17.200 Einwohner) und die Stadt Freilassing (ca. 15.800 Einwohner). Damit gehört der Landkreis auch der Bevölkerung nach zu den mittelgroßen Landkreisen. In Oberbayern steht er an 17. Stelle (von 20), in Bayern an 50. Stelle (von 72).
Die Bevölkerungsdichte im Berchtesgadener Land beträgt lediglich 122 Personen pro qkm (Bundesdurchschnitt: 229 Einwohner / qkm). Damit gilt es als dünn besiedelte Region.
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)
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Die Wirtschaftsstruktur
Die Wirtschaftsstruktur des Landkreises ist einerseits vom Tourismus und der Gesundheitswirtschaft geprägt. Andererseits bilden das verarbeitende Gewerbe und mittelständische Handwerksbetriebe eine wichtige , vielseitig strukturierte ökonomische Säule. Themenschwerpunkte im verarbeitenden Gewerbe sind Feinmechanik, Metallbearbeitung, Maschinenbau, Lebensmittelproduktion, Holzproduktion und –verarbeitung, sowie Automobilzulieferung.
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Die Erwerbstätigkeit
Im Jahresdurchschnitt 2006 waren im Landkreis Berchtesgadener Land etwa 48.000 Menschen erwerbstätig (940 weniger als im Vergleich zu 1999). Die Quote der erwerbstätigen Personen liegt bei 46,9 % der Landkreisgesamtbevölkerung.

Erwerbstätige nach Sektoren (Stand: 2002): Gesamt: 48.000 Personen In Prozent: 100 %

Land und Forstwirtschaft (einschließlich Fischerei): Absolut: 2.050 Personen In Prozent: 2,0 %

Produzierendes Gewerbe (ohne Baugewerbe): Absolut: 7.470 Personen In Prozent: 7,3 %

Baugewerbe: Absolut: 3.380 Personen In Prozent: 3,3 %

Handel, Gastgewerbe, Verkehr: Absolut: 14.540 Personen In Prozent: 14,3 %

Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleister: Absolut: 4.700 Personen In Prozent: 4,6 %

Öffentliche und private Dienstleister: Absolut: 15.870 Personen In Prozent: 15,5%

(* Als Erwerbstätige gelten alle Personen, die als Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis stehen, als Selbständige ein eigenes Gewerbe bzw. eine eigene Landwirtschaft betreiben, einen freien Beruf ausüben oder als mithelfende Familienangehörige tätig sind. Einbezogen wurden weiterhin geringfügig Beschäftigte. Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder)
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Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es zum Stichtag 31. März 2007 insgesamt 28.912 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.

Arbeitnehmer im Landkreis: 28.872.

Arbeitnehmer je 1.000 Einwohner im Landkreis: 282 (Bayern: 353).

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Handel: 4.903.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe: 5.738.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Bauwirtschaft: 2.244.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Verkehr/Nachrichtenübermittlung: 1.387.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kreditinstitute/Versicherungen: 907.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Sonstige Dienstleistungen: 11.379.

Als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gelten vor allem Arbeitnehmer (einschließlich der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten), die kranken-, renten- und pflegeversicherungspflichtig sind. (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung.)
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Die Pendlerbewegungen

Zum 30. Juni 2008 gab es im Landkreis Berchtesgadener Land 28.872 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Dem standen 28.770 beschäftigte Männer und Frauen gegenüber, die im Landkreis wohnen. Dazu kommen 18.644 Einpendler. Gleichzeitig machten sich 17.924 Auspendler auf den Weg. Dies bedeutet einen so genannten "Pendlersaldo" von 121 Menschen (Beschäftigte am Arbeitsort abzüglich Beschäftigte am Wohnort). (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung.)
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Die Arbeitslosigkeit
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 % weist die Region (Bezirk der Agentur für Arbeit Traunstein) eine leicht gestiegene Arbeitslosigkeit auf. In Bayern liegt die Arbeitslosigkeit insgesamt bei 5,1 %, in Oberbayern bei 4,6 % (Stand: Februar 2009; Quelle: Agentur für Arbeit Traunstein).
Die Quote der einzelnen Geschäftsstellenbezirke:
Insgesamt 5,0 %
Hauptamt Traunstein 4,8 %
Berchtesgadener Land 5,4 %
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Die Kaufkraft
Die Kaufkraftkennziffer liegt mit 94,4 geringfügig unter dem Bundesdurchschnitt (= 100).
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Das verfügbare Einkommen
Das verfügbare Einkommen der Bürger des Landkreises Berchtesgadener Land lag im Jahr 2006 bei 18.052 Euro. Der Durchschnitt aller Landkreise Bayerns betrug im selben Zeitraum 19.285 Euro.
(Stand: 2006; Quelle: Statistische Ämter der Länder)
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Die Verkehrsinfrastruktur
Das Berchtesgadener Land wird verkehrsmäßig sehr gut durch die Bundesautobahn A 8 (München-Salzburg), die Bundesstraßen B 20, B 21, B 304 und B 305, den internationalen Flughafen Salzburg sowie die Bahnlinie München-Freilassing-Salzburg-Berchtesgaden angebunden.
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Mobilität im Landkreis
Zahlreiche Verkehrsmittel garantieren die Mobilität im Landkreis Berchtesgadener Land. Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat eine Übersicht über Fahrplanauskünfte, Verkehrmittel, Kontaktinformationen aus den einzelnen Gemeinden etc. auf ihrer Homepage zusammengestellt.
> zur Mobilitätsübersicht
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LINKS

- Landratsamt Berchtesgadener Land

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- Stadt Freilassing
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- Gemeinde Saaldorf-Surheim
- Gemeinde Schneizlreuth
- Gemeinde Schönau am Königssee
- Markt Teisendorf

Besuchen Sie auch die Seite www.berchtesgadener-land.com oder die EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein.
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Die Gewerbeflächen
Einen Überblick über die Gewerbeflächen im Landkreis Berchtesgadener Land finden Sie in unserer Rubrik Gewerbeflächen oder in unserer Gewerbeflächendatenbank.

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Ihr Ansprechpartner: Dr. Thomas Birner
Telefon: +49 (0) 86 54 / 77 50-0
Fax: +49 (0) 86 54 / 77 50-15
E-Mail: birner@wfg-bgl.info

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 16.09.2009